Royal Mail

Das Unternehmen Royal Mail plc stellt den nationalen Postdienst des Vereinigten Königreichs dar. Es ist demnach als Logistikunternehmen einzustufen. Royal Mail besaß hierbei lange Zeit ein Alleinstellungsmerkmal, da darüber hinaus keine weiteren Postzustellerunternehmen innerhalb des Vereinigten Königreichs tätig waren. Der Postmarkt wurde jedoch mittlerweile für Konkurrenzunternehmen geöffnet. Bei uns können Sie Ihre Royal Mail Sendung kostenlos verfolgen und erhalten vielfältige Informationen zum Unternehmen.

Royal Mail Tracking & Sendungsverfolgung

Das Unternehmen bietet für seine Zustellungen das sogenannte „Track and Trace“-Verfahren an. Dies gilt sowohl für die Zustellung von Briefen (Royal Mail-Service) als auch für die Zustellung von Paketen (Parcelforce-Service).

Bei der Versendung der Postsache erhält der Versendende eine Tracking-Nummer. Bei der Nutzung des Royal Mail-Service besteht diese Nummer aus insgesamt 13 Zeichen / Ziffern. Sollte ein Paket mit Hilfe des Parcelforce-Service zugestellt werden, so enthält die Nummer zwischen 9 und 14 Zeichen / Ziffern. Die Tracking-Nummer kann nach Abgabe bei der Post online auf der Website „royalmail.com/track-your-item“ verfolgt werden. Sowohl der Versender, als auch der Empfänger können somit stets rund um die Uhr den Lieferstatuts / Zustellerstatus der Sendung überprüfen. Die Überprüfung des Zustellerstatus ist auch international möglich. Das Unternehmen Royal Mail bedient sich in diesem Fall der Hilfe von Zustellungspartnern des Empfängerlandes. In der Regel erreichen sowohl die Briefpost als auch versendete Pakete nach wenigen Tagen die Empfängerin bzw. den Empfänger.

Royal Mail – Das Unternehmen Zahlen, Daten und Fakten

Royal Crown © Presse - Royal Mail

Royal Crown © Presse – Royal Mail

Royal Mail wurde bereits im Jahre 1516 gegründet. Der Hauptsitz des nationalen Postdienstes befindet sich in der Hauptstadt und Metropole London. Die derzeitige Leitung unterliegt den Personen Donald Brydon (aktiv als Chairman) sowie Moya Greene (Chief Executive Officer, kurz: CEO). Der Chairman stellt den Vorsitzenden des Unternehmens dar, der Chief Executive Officer hingegen übernimmt die Geschäftsführung von Royal Mail plc. Das Unternehmen besitzt die Rechtsform einer Public limited company (kurz PLC). Hierbei handelt es sich um das Pendant zur Deutschen Aktiengesellschaft (AG). Diese Art der Firmierung wird in der Regel von größeren bzw. börsennotierten Unternehmen gewählt. Der Begriff „Public limited company“ lässt sich mit der Floskel „öffentlich handelbar“ übersetzen. Die Aktien der Royal Mail dürfen demnach lediglich innerhalb der Öffentlichkeit (somit an der Börse) angeboten werden. Ein privater Handel hingegen ist nicht gestattet. Als Public limited company unterliegt Royal Mail verschiedenen (strengen) Melde- und Berichtspflichten. Darüber hinaus ist die Vorhaltung eines Schriftführers – dem sogenannten Company Secretary – gesetzlich vorgeschrieben. Dieser Schriftführer muss gewisse Qualifikationen vorweisen können (hier werden beispielsweise Rechtsanwälte, Buchhalter etc. eingesetzt). Die International Securities Identification Number (kurz: ISIN) des Unternehmens lautet GB00BDVZYZ77. ISIN-Nummern wurden im Jahre 2003 erstmalig eingeführt und somit ein einheitliches Aktienhandelsystem geschaffen. Anhand der ISIN-Nummer kann das jeweilige Unternehmen – hier Royal Mail plc – eindeutig identifiziert werden. Zum derzeitigen Zeitpunkt sind neben Royal Mail etwa 11.500 weitere Unternehmen mit der Firmierung Public limited company (PLC) tätig.

Royal Mail plc beschäftigte innerhalb des Jahres 2012 insgesamt 168.444 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit stellt das Unternehmen einen der größten Arbeitgeber des Vereinigten Königreichs dar. Jährlich wird ein monetärer Umsatz in Höhe von ca. 8,76 Milliarden britischen Pfund erwirtschaftet. Nach der buchhalterischen Verrechnung der Kriterien Aufwand, Kosten, Ertrag und Leistung verbleibt in der Regel ein Reingewinn von insgesamt ca. 312 Millionen Pfund. Der prozentuale Anteil des Gewinns am Gesamtumsatz beträgt somit in etwa 3,5 Prozentpunkte. Das Unternehmen Royal Mail ist im Internet unter der Domain bzw. Website royalmail.com zu erreichen. Die Website gibt den potenziellen Kundinnen und Kunden eine vielfältige und benutzerfreundliche Übersicht über das Unternehmen Royal Mail plc. Hier können beispielsweise die aktuellen Preise angezeigt oder neue Produkte beworben werden. Ferner wird ein umfangreiches und detailliertes Tracking-Verfahren angeboten. Hiermit können Pakete und deren Standorte bzw. der jeweilige Liefer- / Zustellerstatus global rund um die Uhr abgerufen werden.

Das Unternehmen Royal Mail nutzt das Luftdrehkreuz am Nottingham East Midlands Airport. Von dort aus wird eine Boeing 737-3Y0 betrieben. Ferner steht der Royal Mail ein Postschiff mit dem Namen RMS St. Helena zur Verfügung. Dieses verbindet das britische Überseegebiet mit England und Südafrika.

Royal Mail – Die Geschichte des Unternehmens

Royal Mail Hub © Presse - Royal Mail

Royal Mail Hub © Presse – Royal Mail

Das Unternehmen Royal Mail kann auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurückblicken. Diese lässt sich nach Sichtung der vorhandenen Unterlagen und Dokumente bis in das Jahr 1516 zurückverfolgen. Im Jahre 2016 wird Royal Mail somit das 500-jährige Bestehen feiern. Kaum ein anderes Unternehmen weltweit kann auf solch eine Historie zurückblicken.

Heinrich der VIII. Tudor (englisch auch „Henry Tudor“) war in den Jahren 1509 bis 1547 der rechtmäßige König von England. Im Jahre 1516 – dem offiziellen Gründungsjahr der Unternehmung Royal Mail – ernannte Heinrich der VIII. Tudor einen sogenannten „Master of Posts“; zu Deutsch „Herr der Post“. Ein knappes Jahrhundert später, im Jahre 1635, wurde der Royal Mail Postdienst durch Charles dem I. (zu dieser Zeit ebenfalls König von England) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Unter dem direkten Nachfolger von Charles dem I. – Charles dem II. – wurde der Betrieb des sogenannten General Post Office in Gang gesetzt.

Im Laufe des 18. Jahrhunderts entwickelte sich das nationale Postnetz Englands rasant weiter. Der Postmaster aus Bath, Ralph Allen, arbeitete eine größere Menge von Verträgen mit dem Post Office aus und unterzeichnete diese im Anschluss. Erstmalig wurde mit Grundlage eben jener Verträge ein Postdienst mit Kutschen organisiert. Diese Postkutschen wurden sowohl von Wilson & Co. in London als auch von Wilson & Co. in Bath zur Verfügung gestellt. Bei den zur Verfügung gestellten Kutschen handelte es sich in der Regel um ganz normale Transportmittel für den Personenverkehr. Die Kutscher trugen hierbei eine Livree der Royal Mail. Die Livree sorgte dafür, dass die seinerzeit noch verhältnismäßig unbekannten Kutscher der Royal Mail als staatliches Organ von der Bevölkerung erkannt bzw. anerkannt wurden.

Die Einführung der Penny Post – Die erste Briefmarke weltweit wird produziert

Im Zuge des 19. Jahrhunderts unterlag das Postsystem des Vereinigten Königreichs einigen grundlegenden Reformen. Der Großteil dieser Reformen wurde im Jahre 1840 durchgeführt. Erstmals wurde die sogenannte Penny Post der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Grundgedanke der Penny Post war der, dass grundsätzlich nur noch eine einzige Gebühr für die Zustellung von Post erhoben werden sollte. Diese Gebühr musste durch den Versender der Post / des Briefes entrichtet werden. Durch das neue Einheitssystem sollten bürokratische Hürden beseitigt und das Preissystem für die Kundinnen und Kunden vereinfacht werden. Als Nachweis für die Zahlung der Gebühr diente der sogenannte Penny Black. Hierbei handelte es sich um die erste selbstklebende Briefmarke. Diese wurde erstmals am 1. Mai 1840 ausgegeben. Ihren Namen erhielt die Briefmarke aufgrund des schwarzen Abdrucks und dem zu Grunde liegendem Nominalwert „1 Penny“. Entgegen der heutigen Briefmarken ist der Penny Black ungezähnt. Er besitzt stattdessen einen geraden / zugeschnittenen Rand. Zentral auf der Briefmarke ist das Profil von Königin Victoria abgebildet. Am oberen Rand der Marke ist der Schriftzug „Postage“ abgedruckt, unterhalb des Profils von Königin Victoria wird der Wert in Form der Worte „One Penny“ abgebildet. Der Penny Black verfügt über keine Länderbezeichnung. Da es sich zum damaligen Zeitpunkt um die weltweit einzige Marke ihrer Art handelte, erschien dies dem General Post Office nicht notwendig. Entworfen wurde die erste Briefmarke weltweit von William Wyon. Sie wurde mit Hilfe der Stichtiefdrucktechnik in großen Stückzahlen produziert. Heutige Schätzungen gehen von einer Auflage von ca. 68.800.000 Penny Blacks aus.

Der Penny Black wurde mit Hilfe von großen Stahlplatten produziert. Hier wurde mit Hilfe eines Transfer Rollers das Abbild der Marke insgesamt 240 Mal übertragen. Insgesamt existierten 11 dieser Stahlplatten. Je nach Zustand und Behandlung der Platten konnten mit ihnen zwischen 9.000 und 38.000 Bögen an Briefmarken gedruckt werden. Die einzige Ausnahme bildete hierbei die erste Stahlplatte. Mit Hilfe dieser wurden zunächst 17.000 Bögen gefertigt. Im Anschluss wurde die Platte entsprechend gehärtet, wodurch die Produktion weiterer 30.000 Bögen ermöglicht wurde. Die Stahlplatte Nummer 11 wurde ursprünglich für die Produktion des Nachfolgers des Penny Blacks – dem Penny Red – angefertigt. Zu dem Zeitpunkt herrschte allerdings eine weitläufige Briefmarkenknappheit. Aus diesem Grunde wurden mit der elften Platte noch 700 Bögen mit dem Penny Black hergestellt, bevor die Produktion auf den Penny Red endgültig umgestellt wurde. Die Penny Blacks der elften Stahlplatte (der 700 Bögen) sind heute nur noch schwer zu finden und bei Sammlern entsprechend beliebt bzw begehrt. Das System der Briefmarke sollte sich über die Jahrhunderte bewähren. Noch heute können Postsendungen weltweit mit Hilfe einer Briefmarke als Zahlungsnachweis versendet werden.

Royal Mail Bote © Royal Mail

Royal Mail Bote © Royal Mail

Im Jahre 1969 wurde das General Post Office (kurz: GPO) durch ein englisches Ministerium in einen staatlichen Betrieb umgewandelt. Im Zuge dessen wurde der bisherige Posten des sogenannten Postmaster General in Gänze abgeschafft. Das General Post Office wurde im Jahre 2000 in „Consignia“ umbenannt. Die Namensänderung wurde jedoch sowohl von der Bevölkerung, als auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht positiv angenommen. Die neue Bezeichnung galt allgemein hin als unbeliebt bzw. unpopulär. Aufgrund der breiten Ablehnung erfolgte im Jahre 2002 die erneute Umbenennung in die heutige Bezeichnung „Royal Mail Group plc“. Hier ist anhand der Bezeichnung erstmals die eingangs erläuterte Firmierung Public limited company (kurz: PLC) ersichtlich. Zeitgleich mit der Umbenennung in Royal Mail Group plc gliederte sich das Unternehmen in drei operative Bereiche. Diese drei Bereiche bilden gleichzeitig das Kerngeschäft bzw. die Produkte des Unternehmens Royal Mail plc. Der Bereich „Royal Mail“ beschäftigt sich alleinig mit der Zustellung bzw. Übersendung von Briefen. Der Bereich „Parcelforce“ hingegen ist für den Paketversand zuständig. Der dritte und letzte operative Bereich nennt sich „Post Office Limited“. Hier werden die Postfilialen des gesamten Landes – ähnlich wie im Einzelhandel – verwaltet und betreut.

Im Jahre 2001 schuf die Regierung Britanniens eine Stelle zur Regulierung der Post, welche den Namen Postcomm trägt. Erstmalig wurden hier Lizenzen zum Transport / zur Zustellung von Post an private Firmen ausgegeben. Kurz darauf wurde das Consumer Council for Postal Service gegründet. Diese Stelle ist landläufig besser unter der Bezeichnung „Postwatch“ bekannt. Hier können Kundinnen und Kunden ihre Probleme, Anregungen und Beschwerden mit der Post geltend machen. Die hier getätigten Eingaben sollen transparent und offen bearbeitet und zur Kenntnis genommen werden. Mit Hilfe dieser Einrichtung wurden bereits häufig Anliegen von Kundinnen und Kunden bedacht und entsprechend bearbeitet.

Mit dem 01. Januar 2006 verlor die Unternehmung Royal Mail ihre Monopolstellung auf dem Postmarkt Großbritanniens. Seit diesem Zeitpunkt war der Markt für Konkurrenzunternehmen geöffnet und wurde von diesen auch entsprechend genutzt. Eine teilsweise Privatisierung der Royal Mail sollte im Jahr 2013 folgen. Dies kündigte die britische Regierung am 12. September 2013 an. Die Beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen demnach insgesamt 10 Prozent der Aktien erhalten, der übrige Anteil von 90 Prozent sollen privaten und institutionellen Anlegerinnen und Anlegern zum Kauf angeboten werden. Sämtliche Postfilialen verbleiben jedoch als staatliche Einrichtungen. Diese werden von der Unternehmung „The Post Office“ betrieben und verwaltet.

Royal Mail – Die Produkte und die Preisgestaltung des Postzustellers

Royal Mail Bote © Royal Mail

Royal Mail Bote © Royal Mail

Die Royal Mail plc bietet – wie eingangs bereits erläutert – zwei Kernprodukte an. Der Service bzw. das Produkt Royal Mail dient der Versendung von Briefzustellungen. Das Produkt / der Service Parcelforce hingegen dient alleinig der Zustellung von Paketen.

Das Preisgestaltungssystem der Royal Mail plc ist enorm vielschichtig. Die Kosten der Zustellung hängen von verschiedenen Faktoren ab. Wichtig für die Ermittlung des jeweiligen Preises ist, ob das Postgut innerhalb (national) oder außerhalb (international) des Vereinigten Königreichs versendet werden soll. In ersterem Fall muss die Art des Postguts eingegrenzt werden. Es wird zwischen einem Brief, einem großen Brief, einem kleinem Paket, einem mittleren Paket und einem großen Paket differenziert. Ferner ist das jeweilige Gewicht des Postgutes relevant. Der Kunde hat darüber hinaus die Möglichkeit, einen Express-Lieferservice in Anspruch zu nehmen. Für die Inanspruchnahme dieses Service fallen weitere Gebühren an. Ferner variiert der Preis des Versandes mit der Wertigkeit des zu versendenden Postgutes (Versicherung). Bei einem internationalen Versand werden ähnliche Optionen und Merkmale berücksichtigt. Hier ist der Preis darüber hinaus jedoch auch von dem jeweils zu beliefernden Land abhängig.

Anhand dieses Systems wird schnell ersichtlich, dass kein einheitlicher bzw. pauschaler Preis für eine Zustellung genannt werden kann. Wichtig sind die Faktoren „national“, „international“, „Paket“, „Brief“, „Größe“, „Gewicht“, „Wertigkeit“ und „Dauer der Zustellung“.

Kundinnen und Kunden können auf der Website royalmail.com/price-finder den sogenannten Price-Finder in Anspruch nehmen. Hier können sämtliche Daten des Postgutes angegeben werden. Im Anschluss wird der jeweilige Preis errechnet und der Kundin / dem Kunden mitgeteilt. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass nicht jede Versandart mit dem Trackingdienst „Track and Trace“ zu verwenden ist. Dies ist von der jeweils gewählten Versandart abhängig. Entsprechende Informationen hierüber können ebenfalls der vorgenannten Website mit dem Price-Finder entnommen werden.

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