EMS – Express Mail Service

Express Mail Service (EMS) wurde 1998 gegründet und soll den internationalen Versand vereinfachen. Auslieferungen erfolgen in Deutschland über die Deutsche Post. Bei uns können Sie Ihre EMS Sendung aus dem Ausland kostenlos verfolgen und erhalten vielfältige Informationen zu EMS.

EMS – Sendungsverfolgung & Tracking

EMS-Sendungen erhalten bei Versand sogenannte Tracking-Nummern. Dies ermöglicht nicht nur die Verfolgung des Paketweges, sondern verhindert üblicherweise auch den Verlust der Sendung. Zudem kann der Absender sehen, wann die Sendung den Empfänger erreichen wird.

Die typische EMS-Tracking-Nummer besteht aus 13 Zeichen und beginnt mit dem Buchstaben „E“. Daraufhin folgt ein weiterer Buchstabe und 9 Zahlen. Die letzten beiden Zeichen werden wiederum von Buchstaben eingenommen. Beim Inlandsversand über EMS wird jedoch eine andere Kombination genutzt. Dies ist von Land zu Land unterschiedlich. Beim Inlandsversand von EMS-China beginnt die Tracking-Nummer beispielsweise mit einem „R“, während der Rest dem normalen Aufbau entspricht. Die Tracking-Nummern befinden sich auf dem Mail-Etikett beziehungsweise dem Beleg, der in der Poststelle an den Absender übergeben wird. An den Empfänger werden diese Daten allerdings nicht übermittelt und müssen vom Absender bei Interesse weitergegeben werden.

In den meisten Fällen dauert es eine Weile, bis das Online-Tracking für die eigene EMS-Sendung zur Verfügung steht. Spätestens vier Stunden nach Versand kann der Aufenthaltsort des Pakets im Normalfall nachverfolgt werden. Das Tracking-System bietet zudem eine Schadensversicherung für EMS-Sendungen bis zu einem bestimmten Wert. Diese Versicherung tritt auch in Kraft, falls ein Paket verloren gehen sollte.

EMS – Das Unternehmen

Der Express Mail Service wurde im Jahr 1998 von den Mitgliedsunternehmen der UPU, also des Weltpostvereins, gegründet. Ziel war es, den internationalen Versand zu erleichtern und zu verbessern. Die EMS-Genossenschaft soll die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der Universal Postal Union fördern und gleichermaßen die Zustellung von Handelswaren und Produkten beschleunigen. Seit der Gründung bemühen sich die Mitgliedsländer um gemeinsame Verfahren und Standards, um reibungsfreie Abläufe zu ermöglichen. Die Mitgliedschaft erfolgt auf freiwilliger Basis, wobei mittlerweile mehr als 150 Mitglieder innerhalb des Weltpostvereins verzeichnet werden können. Der EMS-Verkehr deckt dadurch über 90% des weltweiten Postnetzes ab und der internationale Versand ist in rund 220 Länder möglich.

Der Express Mail Service der Österreichischen Post-AG gilt landesintern als zuverlässigster und schnellster Warenversand. Mit rund 1.668 Filialen, 118 Post-Partnern und 5.000 Zustellern im ländlichen Raum ist EMS österreichischer Marktführer.

Interner Aufbau und Wettbewerb von der EMS-Genossenschaft

Die EMS-Genossenschaft ist in drei Verwaltungsorgane aufgeteilt. Das erste Organ ist die Generalversammlung, in der alle Mitgliedsunternehmen vertreten sind. Im Genossenschaftsrat, dem zweiten Organ, sitzen sieben ausgewählte Mitglieder, die vor allem beratende Funktion einnehmen. Zudem gibt es als drittes Organ eine entsprechende Exekutive, deren Sitz sich im internationalen Büro des Weltpostvereins befindet.

Alle paar Jahre werden innerhalb der Genossenschaft Wettbewerbe veranstaltet, die entsprechend ausgezeichnet werden. Getestet wird besonders der Kundenservice im Callcenter, aber auch andere Leistungen im Rahmen des Express Mail Services. Im Jahr 2013 gingen die Preise für die besten Callcenter an Japan, Hong Kong und Azerbaijan. Der Preis wird offiziell als „customer care award“ bezeichnet, wobei auch „performance awards“ vergeben werden. Bei der Auswertung wird jeweils ein kleines, ein mittleres und ein großes Unternehmen ausgezeichnet. Dabei werden die Leistungen prozentual erfasst.

Hinzu kommen Trainings-Work-Shops, um entsprechende Leistungen der Mitarbeiter zu gewährleisten und den Zusammenhalt zu stärken.

EMS Versandinformationen (international)

Das Motto des Express Mail Services lautet „Schnell, sicher, günstig“. Tatsächlich ist EMS bekannt dafür, der schnellste Lieferservice zu sein – sowohl im Inland, als auch international. Zugelassene Größen und Gewichte der Pakete sind gesondert geregelt, wobei sich auch anhand dessen die Kosten für den Versand zusammensetzen.

Das Mindestmaß der zu verschickenden Ware muss 14 x 9 cm betragen, während das längste Paket 120 cm Länge erreichen darf. Das Gurtmaß, also die Summe aus Länge und Umfang der EMS-Sendung, darf maximal 360 cm betragen. Nur dann wird die Ware angenommen und versendet. Das angenommene Höchstgewicht beträgt 31,5 kg und ist von der Größe unabhängig.

Grundsätzlich hängen die jeweiligen Preise vom gewünschten Zustellungsgebiet ab. Dabei muss bei EU-Ländern noch die Umsatzsteuer beachtet werden. Der Grundpreis liegt bei 39,94 €, wobei je nach Zustellungsgebiet noch die angefangenen Kilometer berechnet werden. EU-Länder, also Länder, die den Euro als Währung besitzen, werden in die Zonen 1 a und 1 b unterteilt.

Unter 1 a fallen Deutschland, Italien, Slowenien, die Slowakei, die Tschechische Republik und Ungarn. In diesem Fall werden 3,60 € je Kilometer fällig. Für die restlichen EU-Länder gilt die Zone 1 b, für die 5,40 € pro begonnenen Kilometer anfallen.

EMS-Sendungen in Drittländer, die wiederum in die Zonen 2 bis 5 eingeteilt werden, erfolgen umsatzsteuerfrei. In dem Fall beträgt der Grundpreis 33,28 €, wobei auch hier Kilometergeld anfällt. Je nach Zone liegt dieser Zuschlag zwischen 7,50 € und 26,50 € pro Kilometer. Während Ägypten beispielsweise unter die zweite Tarifzone fällt, zählen Inseln wie Tahiti zur fünften. Im

Übrigen muss je nach Land noch LKW-Mautzuschlag berechnet werden, der meistens rund 0,20 € beträgt.

Genauere Länderinformationen können auf der Webseite der österreichischen Post eingesehen werden: http://www.post.at/privat_versenden_ems_international_laenderinformationen.php Dort sind auch einige Länder aufgeführt, die in kein Tarifgebiet fallen und in die kein Express Mail Service möglich ist.

Zusatzleistungen und Kosten (international)

Die EMS-Sendungen können durch verschiedene Zusatzleistungen den Anforderungen des Absenders angepasst werden. Gegen entsprechenden Aufpreis kann zwischen EMS Midday Europe, EMS Saturday Europe und dem online ausstellbaren Expressfrachtbrief gewählt werden.

  • Hinter der Bezeichnung EMS Midday Europe verbirgt sich ein Service, bei dem die Zustellung bis um 12:00 Uhr mittags des nächsten Werktages erfolgt. Die Aufgabe des Services ist werktags in verschiedenen Poststellen möglich. Die Preise für die EMS Saturday Europe Lieferung hängen von dem Gewicht des Päckchens ab. Bei einem Gewicht von bis zu 5 kg belaufen sich die Kosten auf 26,40 €, bei bis zu 25 kg auf 38,40 €. Der Höchstpreis beträgt 74,40 €, sofern das Gewicht des Pakets zwischen 25 kg und dem zulässigen Höchstgewicht von 31,5 kg liegt.
  • Bei der EMS Saturday Europe Leistung handelt es sich um die Option, ein Paket samstags zustellen zu lassen. Allerdings erfolgt die Zustellung nur in eine gewisse Auswahl an Städten und Geschäftszenten der EU. Die Aufgabe kann bis spätestens den vorangehenden Freitag erfolgen. Dies gilt allerdings nur, wenn weder auf den Freitag noch den gewünschte Samstag ein Feiertag fällt.

    Die Kosten für den Service betragen 45,60 € und sind gewichtsunabhängig. Umsatzsteuerfreie Entgelte belaufen sich bei einer Gewichtspauschale von 31,5 kg auf 20,00 €.

  • EMS Expressfrachtbriefe können online erstellt und zu Hause ausgedruckt werden. Die Zahlung erfolgt in der jeweiligen Postgeschäftsstelle. Neben Sender- und Empfängerdaten wird hier eine genaue Warenbeschreibung in englischer Sprache verlangt.

Versandinformationen (innerhalb Österreichs)

Auch innerhalb Österreichs betragen die Mindestmaße des zu verschickenden Päckchens 14 x 9 cm. Die Maximallänge hingegen darf 200 cm statt 120 cm betragen, während das maximale Gurtmaß ebenfalls bei 360 cm liegt. Auch das Höchstgewicht ist mit 31,5 kg äquivalent zum internationalen EMS-Versand. Je nach Format des Pakets gelten hierbei allerdings Sonderregelungen. Sendungen, die die Standardgröße überschreiten oder aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht über Förderbänder transportiert werden können, werden manuell sortiert. Dazu zählen jegliche Arten von Rollen oder runden Päckchen, ebenso wie Glas, Elektronik oder Käfige. Diese Sendungen werden gesondert transportiert und erfordern daher Zusatzzahlungen. Im Detail betroffen sind hiervon einerseits Pakete, die kleiner als 100 x 60 x 60 cm sind und keine Quaderform haben und andererseits solche jeglicher Form, die diese Größe überschreiten. Außerdem fallen auch Sendungen darunter, die zerbrechliche oder erschüttungsanfällige Ware beinhalten. Dazu zählen vor allem Elektrogeräte wie Kaffeemaschinen, Drucker, Laptops und Ähnliches. Betroffene EMS-Sendungen werden von der Post besonders sorgfältig behandelt.

Auch im beim Inlandsversand hängen die Versandkosten mit der Größe der Warensendung zusammen. Sofern es sich um quaderförmige Pakete handelt, die die oben genannten Maße von 100 x 60 x 60 nicht überschreiten, gelten Beförderungsentgelte zwischen 9,73 € für bis zu 2 kg und 31,43 € bei bis zu 31,5 kg. Die genauen Preise können folgender Liste entnommen werden:

  • bis zu 2 kg = 9,73 €
  • bis zu 4 kg = 10,93 €
  • bis zu 8 kg = 13,93 €
  • bis zu 10 kg = 14,93 €
  • bis zu 12 kg = 17,63 €
  • bis zu 20 kg = 22,43 €
  • bis zu 31,5 kg = 31,43 €

Der Österreichische Mautzuschlag beträgt 0,19 € pro Sendung. Für spezielle Beförderungsmaßnahmen aufgrund von Form oder Inhalt werden 7,20 € berechnet.

Zusatzleistungen und Kosten (innerhalb Österreichs)

EMS Österreich bietet zudem verschiedene Zusatzleistungen an, die gegen Zuschlagszahlungen in Anspruch genommen werden können. Teilweise entsprechen diese Leistungen denen, die auch bei internationalem Versand möglich sind. Dazu zählt beispielsweise die Samstags-Zustellung. Dies gilt, bis auf wenige Ausnahmen, für ganz Österreich und kostet den Absender 3,60 €. Für den gleichen Preis kann eine Zustellung bis um 10:00 Uhr morgens des nächsten Werktages erfolgen. Dieser Service gilt allerdings nur für die Landeshauptstädte. Üblicherweise werden EMS-Sendungen in 98% aller Fälle bis um 12:00 Uhr des nächsten Werktages zugestellt. Wer die genaue Uhrzeit der Postlieferung festlegen möchte, kann dies gegen ein Zusatzentgelt von 10,80 € in Auftrag geben. Allerdings kann auch diese Leistung nur für die Lieferung in Landeshauptstädte in Anspruch genommen werden. Der mögliche Zustellungszeitraum liegt zwischen 10:00 und 17:00 Uhr, wobei mit einer halben Stunde Toleranzgrenze gerechnet werden muss. Eine Wunschtermin-Lieferung kann in jeder Postfiliale aufgegeben werden.

Auch Wertgegenstände können unter besonderer Sicherung per EMS versendet werden. Darunter fallen neben Bargeld beispielsweise auch Schecks, Wertpapiere, Kreditkarten sowie Schmuck, Edelsteine und Edelmetalle. Sendungen mit Wertangabe von unter 500 € kosten den Absender pauschal 6,00 €. Liegt der Wert des zu versendenden Gegenstand über 500 €, fallen 1,20 € je angefangene 100 € an.

EMS garantiert außerdem eine Geld-Zurück-Garantie bei stark verspäteter Lieferung, sofern der Betroffene sich innerhalb von drei Wochen ab EMS-Sendungsaufgabe beim Kundenservice meldet. Die Rückzahlung betrifft sowohl das Beförderungsentgelt als auch die Kosten für Zusatzleistungen. Ausgenommen davon sind Zusatzkosten für oben genannte Wert-Lieferungen.

Nachnahme-Gebühren betragen 4,20 €, während gegen einen Aufpreis von 3,72 € die EMS-Sendung nur persönlich an den eingetragenen Empfänger ausgeliefert wird. In Österreich ist es seit 2003 möglich, sich eine Absender- und Empfängerinformation per SMS oder E-Mail zukommen zu lassen. Dies gilt allerdings nur für die Warensendungen innerhalb Österreichs. Der Absender erhält auch bei erfolglosem Zustellversuch eine Nachricht, während der Empfänger über diese Methode die voraussichtliche Zustellzeit bereits am Vortag erfährt. Diese Zusatzleistungen sind kostenlos. Kombinationen der einzelnen Leistungen sind möglich.

Hinweis zu Inlandsversand in anderen Ländern

Neben Österreich bieten auch andere Mitgliedsländer der UPU Inlandsversand via EMS an. Dazu zählt mitunter EMS China, bekannt unter dem Namen China Postal Express & Logistics Co. Hierbei handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der China Post. Bereits 1994, also vier Jahre vor der Gründung des internationalen EMS-Services, ermöglichte China als erstes Land das Online-Tracking der verschickten Ware. Durch den spätere Gründung der EMS-Genossenschaft über den Weltpostverein kam es größtenteils zur Normierung der Leistungen und zu enger Zusammenarbeit im Expressversand. Während China allerdings auch internationalen Versand anbietet, gibt es noch eine Reihe von Ländern, in denen bloßer Inlandsversand via EMS möglich ist. Zu nennen sind hier vor allem Kuba, Dänemark und Guatemala.

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